Der Umgang mit der Schreibblockade
Mittwoch, 08. August 2007 von Uwe
Vor kurzem ging es um die Frage, woher die Inspirationen für einen Blog, Podcast etc. stammen. Bei off-the-record stellt man nun eine ganz ähnliche Frage, nämlich nach den besten Kreativtechniken. Dabei wird auch der Aspekt des Umgangs mit Schreibblockaden erwähnt und genau diesem Teilaspekt möchte ich mich heute etwas näher widmen.
Jeder von uns hat das sicherlich schon mal erlebt, dass er vor seinem PC saß und nicht recht wusste, ob und womit er seinen Blog füllen sollte. man schiebt es aufs Sommerloch, aufs trübe Herbstwetter oder andere äußere und scheinbare Einflüsse. Diese sind sicherlich nicht ganz außer Acht zu lassen, doch spielen sie letztlich nur eine eher untergeordnete Rolle. Auch ein thematisierter Blog kann man “leer laufen”, es fällt einem nichts mehr ein, es gibt scheinbar keine aktuellen Neuigkeiten zu dem Blogthema und alles wirkt fade und man quält sich jedes Wort ab.
Gleiches gilt, man sollte es kaum glauben, im Übrigen auch für Podcaster. Auch hier ist es nicht immer einfach, Woche für Woche ein geeignetes Material zu finden, welches einen beispielsweise zehnminütigen Podcast füllt.
Doch was tun, wenn einem der Kopf leer scheint, die Schreibblockade hemmt?
Es gibt verschiedene Trainingsmethoden, um dem entgegen zu halten Ob kreatives Schreiben, Schreibübungen oder Ideensammlungen per Handy auch unterwegs … es gibt viele Möglichkeiten und viele Unterschiede. Jeder muss für sich die richtige Methode herausfinden.
Meine Methode ist eine volle Pinnwand. Jedesmal wenn mir eine Anregung oder Idee in den Sinn kommt, findet ein weiteres kleines Zettelchen an der Pinnwand seinen Platz. manche Ideen hängen da schon seit Monaten und viele werden auch nie wirklich umgesetzt, doch ich habe so die Gewissheit, dass im Zweifel immer genügend Ausgangsmaterial vorhanden ist.
Außerdem vertrete ich die These: lieber nichts schreiben, als gequälten Unsinn sich mühevoll abzuringen. Leser und gerade auch Stammleser merken schnell, ob man hinter einem Thema steht oder ob es nur ein lückenfüllerisches Blabla ist. Dann lieber gar nichts schreiben, bzw. dazu stehen, dass gerade eine Flaute herrscht. Authentizität ist gefragt und oftmals wichtiger als Texte ohne Bodenhaftung.
Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 08. August 2007 um 15:11 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie 








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Richtig so, Teddykrieger!
Ich schleppe immer einen Miniblock mit mir herum, der ist nicht größer als meine Hand xD, aber wenn mir spontan etwas einfällt, schnapp ich mir nen Bleistift und schreibe da meine Überlegungen auf.
Ansonsten gibt es dann tagebuchartige Einträge, oder ich blogge einfach mal “mein Tageswerk”. Aber manchmal habe ich auch einfach keine Lust zu bloggen, und dann kommt auch nichts.
Liebe Grüße
Raquel
Ich halte es (mehr und mehr) mit der Regel: Wenn du nichts zu sagen hast, dann schweige.
Manchmal bricht sich auch Unfug Bahn, keine Frage, aber ich zwinge mir nichts ab, nur um mal wieder einen Blogeintrag zu schreiben.
Und wenn es doch mal so wäre, dann würde ich den nächsten “Spaziergang” in Angriff nehmen, dessen Bilder schon seit Monaten bei sevenload warten…
Hi Teddy!
Auf mich kommen da auch immer wieder so viele Sachen zu!
Ich habe ein Worddokument mit Ideen, also so ähnlich wie deine Pinnwand. muss da mal ausmisten!
@Eiskönigin
Ich habe mir angewöhnt, die Sprachfunktion meines Handys zu nutzen und im zweifel unterwegs Eindrücke oder Ideen kurz aufzusprechen.
@Loco
Es ist manchmal wie eine Sucht, so ein Blog und nicht immer ganz einfach, im zweifel darauf zu verzichten
@Weltbeobachterin
Sowas habe ich mal in meinem Notebook angefangen, aber dann vergessen es auf den großen Rechner zu übertragen und schon war alles umsonst.
*lach* Wenn ich das Bedürfnis habe, etwas von mir zu geben, dann tu ich das auch. Dann frage ich mich auch nicht, ob das jetzt hochgeistig ist oder nicht, ich schreibs in mein Blog. “Ich gehe meinen Schlendrian und trinke meinen Wein…”
Aber da hat genausowenig jemand was zu meckern wie wenn ich mal nichts schreibe. Ist doch meins…
Und Kommentare krieg ich ja eh genug.
@Loco
Du hast natürlich recht, bei einem privaten Blog, wie wir ihn führen, ist es egal und einem vollkommen selbst überlassen, wann und ob man etwas hineinschreibt. Anders schaut es natürlich schon bei gewerblichen Blogs aus, die mühsam ihre Leser halten müssen.
Irgendwie fehlt mir aber was, wenn ich nicht ab und an meinen Blog bevölkere.
Man kann sich zu den eigenen (auf Pinnwand, Zettel, Notebook usw. “hinterlegten”) Ideen manchmal auch noch ein paar zusätzliche oder vertiefende Anregungen von außen holen. Ich habe heute auch einen Beitrag zum Thema Gedanken- und Schreibblockade geschrieben, in dem ich diesen Aspekt näher beleuchte:
Kuckstu hier!
So ist es: Lieber einfach nichts sagen. Daher darf man sich bei der Bloggerei auch nicht dem Zwang aussetzen jeden Tag etwas schreiben zu müssen.
Meine Anregungen für Blogeinträge bekomme ich durch Kommentare meiner Leser! Das ist wie zu Weihnachten – ein Satz – eine Denke – ein Wort und schon öffnet sich geistig eine bunte Blogwiese.
Es kann aber auch passieren, ich gehe schnell etwas Einkaufen und ich stehe an der Kassa und lausche und beobachte. Anregungen gibt es wirklich sehr viel, man muss nur einfach auch entspannt sein.
@Lilly
So, so, Du bist also auch einer dieser Kassenlauscher, der ahnungslose unbescholtene Einkäufer belauscht und ihre hochgeistigen Ergüsse dann zweckentfremdet?
Naja, die reden doch auch alle so laut. (peinlich berührt erröte)
Hübsches Posting, gefällt mir.
Das Thema hatte ich auch schon mal gestreift. Es ist wirklich interessant.
Wirklich beeindruckt bin ich jedoch von Deinem Blog-Design. Das Theme ist eines der besten, daß ich die letzten Monate gesehen habe – stark!
Viele Grüße,
René
@Rene
Dankle, das Lob gehört natürlich größtenteils Vlad alias Perun, der ja das Ursprungstheme programmiert hat und es dabei so schön dokumentiert hat, das es wirklich Spaß machte, es umzubauen und anzupassen. Ein, zwei Dinge werden noch kommen,aber sonst bin ich ganz zufrieden damit.
Can you tell me what “Ich gehe meinen Schlendrian” means in English? I cna’t find it in my dictionary. I know the song by heart but I don’t know what it means.