Häufige Fehler bei der Blogerstellung
Sonntag, 22. Juli 2007 von Uwe
Buchstäblich auf den letzten Drücker eile ich aus dem Wochenende, um mich noch mit meinem ganzen Gedanken hinzusetzen und zum Thema “Blogtipps für Einsteiger” etwas zu schreiben. Jan vom Upload-Blog hatte die Idee für diesen Aufruf und indessen gibt es schon reichlich Feedback darauf, sehr interessante Beiträge und zuerst überlegte ich auch, ob es wirklich Sinn macht, dazu noch meine Überlegungen und Erfahrungen beizusteuern. Ich drehe den Spieß also um und gebe keine “mach mal”-Tipps, sondern versuche kurz vermitteln – aus meiner Sicht und meiner Erfahrung – was alles schief gehen kann, bzw. welche Fehler immer wieder gern gemacht werden.
Die erste Unterscheidung klingt einfach als sie ist, denn ob ich einen privaten oder themenbezogenen, gar geschäftlichen Blog beginne, das kann ja nicht os schwer sein, dort eine Einschätzung und Eingliederung zu treffen. Von wegen! Viele, gerade kleinere Firmen beginnen frohen Mutes einen Corporate Blog und sind schnell frustriert, wenn sich das gewünschte (und zumeist völlig überzogene) Ergebnis nicht rasch einstellt. Corporate Blogs sind bestensfalls Unterstützung im herkömmlichen Markting, dienen der Markenbildung und Imagesicherung, sind keinesfalls jedoch für umsatzförderne Maßnahmen in der Regel einsetzbar. So wird schnell geschaut, wie geht es auch und besser und schon wird ein Mischblog und letztlich ein fast privater Blog daraus.
Auch umgekehrt gibt es diese Fehler. Wer einen privaten oder Mischblog beginnt und später zu einem seo-orientierten Themenblog oder garGeschäftsblog wird, verärgert treue Stammleser und steht nicht selten vor dem Aus.
Es ist wichtig flexibel zu bleiben und denoch einer einmal eingeschlagenene Richtung zu folgen. Überzogene Erwartungen an das Feedback oder andere Ergebnisse sollte man getrost heruntrerschrauben!
Wo hoste ich meinen Blog? Auch diese Frage klingt einfacher als sie wirklich ist. Man sollte sich vor der Erstellung eines Blogs schon gut Gedanken machen, wie viel Zeit und Mühe man für den/das Blog aufwenden möchte. Wer keine große Ahnung oder Lust am basteln und an stetigen Updates hat, der ist mitunter – selbst als Firma – bei einem der Bloghoster besser ausgehoben als mit einem eigenen WordPress-Blog. Hier heißt es: vorherher Erfahrungswerte abfragen und sammeln und dann selbstkritisch einschätzen (so man nicht eh alles in Auftrag gibt), ob und wieviel man kann und möchte.
Der Blogaufbau ist ebenfalls eine kritische Schnittstelle. Nicht selten werden einfach beliebige Themes (im Beispiel eines WordPressblogs) genutzt. Was für private Anwender völlig in Ordnung ist, spricht im geschäftlichen Fall nicht gerade für die Kreativität im Unternehmen.
SEO – Suchmaschinenoptimierung ist auch bei Blog eines der Schlagworte und viele sehen es leider als oberste Pflicht an. So wird viel Zeit auf eine optimale Optimierung gelegt und Beiträge exakt entsprechend den Vorgaben geschrieben . Die Ergebnisse sehen dann auch entsprechend aus. farblos, langweilig und oft mit einer derart zerbrochenen Sprache, das es einem gruseln mag. Merke: die beste Optimierung bringt nichts, wenn der Blog nicht lebt, kein eigenes Feeling entwickelt und man nicht die Lust und Freude am schaffen und schreiben dabei spürt.
Werbung in Blogs. Da gibt es so ziemlich alles zu sehen. Völlig werbefrei (aber mitunter dabei gänzlich steril) bis hin zu Litfasssäulenartigen vollgekleisterten Blogs, die kaum noch zu lesen sind, vor lauter Werbung. Selten trägt eingeblendete Werbung wirklich die Kosten des Blogs. Viele Blogs werfen nicht einmal ein paar Cent pro Tag ab und da bleibt dann doch die Frage: lohnt es sich dafür ggf. User mit nervender Werbung zu vergraulen?
Gleich dazugesagt: ich habe nichts gegen Werbung, so sie dezent und passend eingepasst ist, doch der Weg dahin scheint bei vielen sehr steinig zu sein.
Da kommt ja gar kein Feddback? Da schreibe ich und schreibe und keiner kommentiert?
Ich weiß nicht, wie oft ich diese und ähnliche Fragen schon in diversen Hilfeblogs und Foren gelesen habe. meist schüttelte ich darüber nur noch den Kopf, doch jeder fängt mal an und nicht jeder hat gleich das Zeug dazu, eine Stammleserschaft mitzubringen. Wer sich nur auf seinen eigenen Blog konzentriert, bleibt auch meist allein. Sprich: anderweitig kommentieren, Blogs mit ähnlichen Themen suchen und vor allem: nicht gleich aufgeben!
Der letzte Tipp gilt im übrigen für alle!
Dieser Beitrag wurde am Sonntag, 22. Juli 2007 um 19:04 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie 








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Wieso habe ich vorhin “Blogehefrau” gelesen?
vier – ich werd noch verrückt hier! Die Rechnerei, schreib doch, man muss auch rechnen können, sonst kann man keine Kommentare schreiben.
Irgendwie fühle ich mich jetzt beruhigt, vor zwei Jahren doch nicht so viel falsch gemacht zu haben, wie ich es mir in schlecht gelaunten Momenten einbilde… Danke!
“Überzogene Erwartungen an das Feedback oder andere Ergebnisse sollte man getrost heruntrerschrauben!”
Das musste, finde ich, wirklich mal gesagt werden! Die Anfangserwartungen sind aber mal da – vielleicht sogar bescheiden.
Geduld mag auch da sein.
Aber wie dreht man an der Schraube mit den Erwartungen?
Ein schönes Lehrstück ist es allemal, das Feedback-Spiel.
[...] Teddykrieger: Häufige Fehler bei der Blogerstellung [...]
Schöne Idee einfach mal das Thema umzudrehen. Der letzte Punkt ist wirklich der wichtigste